11 Gedanken zu „Zitat zum Tage

  1. Fragolin

    Den Begriff “Freiheit” innerhalb der EU-Grenzen zu verwenden fällt immer schwerer.
    Ein neues Kunststück der Regulierungsselbstbefriediger aus Brüssel:
    http://diepresse.com/home/techscience/internet/4991871/EU-will-Netflix-zu-europaeischen-Produktionen-zwingen
    Ein weiterer Schritt in Richtung EUdSSR; waren in der DDR doch Discjockeys auch (bei Androhung hoher Strafen und mit der Gewissheit, Stasi-IMs unter den abendlichen Gästen zu haben) gezwungen, mindestens 50% ostdeutschen “Rock” zu spielen, den natürlich kein Mensch hören und zu dem keiner tanzen wollte. Sie spielten ihn eben blockweise und etwas leiser, als Tanzpause gewissermaßen, und überdurchschnittlich am Anfang des Abends, um gegen Ende die richtige, also böse westlich-dekadente Musik aufzulegen. Ein schwerer Spagat zwischen der Gefahr, die Lizenz zu verlieren und Strafe abzufassen oder von wütenden Discobesuchern ein großes Bier über die Anlage geschüttet zu bekommen.
    Endlich übernimmt die EU auch dieses wundervolle und erfolgreiche Konzept, weil es ja so toll funktioniert hat – es war ja nicht alles schlecht in der DDR, oder?
    Obwohl, die hatten noch die Möglichkeit, ihren Propagandasender im TV abzustellen und heimlich Westfernsehen zu schauen. Bei uns geht heimlich gar nichts mehr, weil nur noch über Kabel, und selbst freie Streamingsdienste sollen an die Kandare genommen werden.
    Bin mal gespannt, wann auch der politische Inhalt und Grad der Propagandadurchseuchung der Produktionen festgeschrieben wird. Und bitte keine negativen Kommentare auf twitter oder facebook, denn Hasskommentare (also alle, die nicht pc mitschwimmen) werden gnadenlos gelöscht und die Verfasser angezeigt.
    “Freiheit” hat in der EU den gleichen Stellenwert wie “Jugend” in einem Pflegeheim: Jeder träumt davon, wie schön es früher war, aber jeder merkt irgendwann, dass es das nie mehr geben wird…

  2. Thomas Holzer

    Abgesehen davon, daß 90% der Österreicher nicht wissen, wer Rousseau war, wage ich zu behaupten, daß diese 90% und mehr in diesem Land eine ruhige Knechtschaft, so diese nur als ruhige, staatliche Fürsorge verkauft wird, jeglicher, auch noch so geringer Art “gefährlicher” Freiheit vorziehen würden, und tatsächlich auch vorziehen, wie das Verhalten der großen Mehrheit dieses Landes tagtäglich unter Beweis stellt.

  3. Tom

    @ Th. Holzer:

    100 Punkte, Treffer, versenkt ! 🙂

  4. sokrates9

    Wir werden heute beim Ergebnis der Wahl sehen, welchen Weg der Österreicher bevorzugt! Wer will heute nach Absolvierung der neuen Mittelschule noch Denken? Das ist doch nur deprimierend! Aus dem Verhalten von EZB / EU / westlichen Politikern was positiver herauszuinterpretieren wird doch immer schwerer!

  5. Thomas Holzer

    @sokrates9
    Mit Verlaub, aber das ist lächerlich!
    Keiner der beiden Kandidaten würde auch nur im Ansatz wagen, darauf zu drängen, das “Volk” auch nur ein bisschen vom staatlichen Gängelband zu lösen.
    Der eine würde versuchen, es eher durch seine dummen völkischen “Ideen” noch mehr an den Staat und dessen Institutionen zu binden, der andere eben durch die EU und deren Bevormundung ebenfalls das Gängelband immer enger ziehen.
    Sozialist bleibt Sozialist, links bleibt links, Etatist bleibt Etatist

  6. Fragolin

    @sokrates9
    Bei den “Freiheitlichen” hat das Wort “Freiheit” im Namen das gleiche Gewicht wie bei den “Sozialdemokraten” das Wort “Demokraten” – es hört sich gut an hat aber nichts mit dem Inhalt zu tun. Heute geht es nicht um “Freiheit” sondern darum, ob wir in den nächsten Jahren einen Kampf gegen linksextreme Gewalttäter und SA-Horden führen müssen oder gegen archaische Jungmännerhorden aus dem Orient und Nordafrika.
    Gäbe es einen Kandidaten, der für die Freiheit des Bürgers, Selbstbestimmung und Eigenverantwortung, also liberal im eigentlichen Wortsinn eintreten würde, hätten bei mir weder VdB noch Hofer eine Chance. Aber diese Wahl haben wir nicht, also wählen wir das, was wir haben.
    “Freiheit” ist dabei keine Option.

  7. mariuslupus

    In einer Fabel, vom Landsmann des JJR verfasst, bewundert der magere Wolf, den gut genährten Hofhund. So lange, bis er das Halsband und die Kette entdeckt. Der Wolf entscheidet sich für die Freiheit.
    Der Fortschritt seit der Aufklärung und der Gründung der EU – auch der Hund ist mager, Kette ist verrostet, der Hof verfällt, aber der Zaun ist so hoch, dass der magere Hund nicht mehr drüber kommt.
    Der Wolf steht ausserhalb ist ist begeistert von seiner Weisheit.
    @Thomas Holzer
    Die Regierenden wissen von der Gefährlichkeit der Freiheit, verschweigen es aber den Untertanen dass Freiheit, frei macht.
    Nicht von mir – JP Sartre: Die Fliegen

  8. Falke

    @Fragolin
    Dabei hieß die SPÖ ja bis 1991 “Sozialistische Partei Österreichs” – erst Vranitzky kam drauf, dass “demokratisch” gar nicht drinstand – ist aber offenbar bis dahin auch niemandem abgegangen, wohl ein Beweis dafür, dass eben niemand “Sozialismus” mit “Demokratie” asoziiert hat – heute wohl auch kaum jemand, außer vielleicht der harte linke Kern, der aber unter “Demokratie” wohl etwas ganz anderes versteht, als deren Erfinder, die alten Griechen.

  9. sokrates9

    Thomas Holzer@ sehe ich nicht ganz so:…..noch mehr an den Staat und dessen Institutionen zu binden…
    Volksabstimmungen nach Schweizer Muster ist auch nicht das gelbe vom Ei, doch mir lieber als nie “neue EU”
    die das Einstimmigkeitsprinzip über den Haufen wirft und und dann gern alle Kurden Europas zur gefälligsten Betreuung überlassen will!

  10. Thomas Holzer

    Die Themen, welche die “Freiheitlichen” als geeignet erachten, daß das Volk darüber in einer Volksabstimmung befindet, möchte ich mir gar nicht vorstellen.
    Das geht dann wahrscheinlich so weit wie derzeit in GB, wo ein junges Ding anscheinend seinen Dienstvertrag vor Unterschriftsleistung nicht durchgelesen hatte, uns danach so einen Sturm der Entrüstung via das Internet entfachte, daß aller Wahrscheinlichkeit nach sich nun das Unterhaus damit beschäftigen muß/darf, ob der Dienstgeber vorschreiben darf, daß Mitarbeiterin “high heels” tragen müssen.

    Diese demokratische Durchdringung der Privatautonomie, des Privatleben ist mir ein Gräuel

  11. Lisa

    @Thomas Holzer: Das hat ja nun mit Demokratie nichts zu tun, da die Vorschriften nicht vom “Demos” kamen, sondern von einer Geschäftsleitung. Also despotisch, nicht demokratisch.
    @fragolin: nicht nur Demokratie ist Etikettenschwindel bei den SPs aller Länder, sondern auch der Wortteil „sozial“. Nicht ein einziger der Altväter der „linken“ Ideen hat je Faulheit, Dummheit/Bildungsfeindlichkeit und Bettelei auf Kosten der Gemeinschaft als erstrebenswert angesehen. Damals gab es noch einen von der Anlage her intelligenten und der Not gehorchend fleissigen Pool von real Unterdrückten und Ausgebeuteten, von Hungernden und Ungeschulten. Die ersten Kommunen, Gewerkschaften und Arbeitervereine haben noch was echt Soziales getan: die findet man heute allenfalls noch bei den von Rot zu Grün Mutierten. Wer heute SPs wählt, ist entweder seit mindestens drei Generationen Salonlinker oder gehört zum sog. Lumpenproletariat, dem Brot und Spiele längst genügen, um seine diebischen Ernährer und Animatoren immer wieder zu wählen. Mit dem neuesten Smartphone und einem ärztlichen Attest vom Café aufs Sozialamt oder Kinder als lukrative Einnahmequelle… mhm, so hat sich Marx den Sozialismus bestimmt vorgestellt…und was den Internationalismus angeht, sind es genau diese vorgeblich sozial wählenden Leute, die dem global agierenden „Kapital“ mit ihrem kindischen Kaufverhalten und gedankenlosen Schuldenmachen die Macht erhalten. Und von der Sorte wimmelt es bei den Zuwanderern, was sogar die assimiliert integrierten Landsleute bemerken und es im privaten Rahmen auch zu sagen trauen.

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