5 Gedanken zu „Zitat zum Tage

  1. stiller Mitleser

    ja, das ist tatsächlich kühn, mit unbekannten Folgen

  2. Lisa

    Nur: Sicherheit bietet Zweifeln nun ja nicht eben…

  3. stiller Mitleser

    @ Lisa
    ja, stimmt. Und Zweifeln macht handlungsunfähig. Aber Sie wissen ja, ob man zweifelt oder eher nicht, sind wenig rationale Entscheidungen, sondern Resultate der Qualität der allerersten Objektbeziehungen…

  4. namor

    Kurzer Anriss eines Teilaspekts

    Wie kommt es zu Wissen, wie kommt Bekanntes zustande?

    Familie (Eltern sind Ziel von Meinungsbildnern), Wissenschaft (oft irrelevant und zu komplex), Schule (wie in bürokratischen Strukturen üblich wird gemacht was angeschafft wird), Bücher (erreichen wenige und wer wählt relevante aus).

    Nun zum eigentlichen Thema, Politik, Medien, Kirche (Glaube), NGO

    Politik war einst stärker Meinungsbildung, mit Merkel wird offensichtlich, dass Politik heute nur noch die Alternativlosigkeit verwaltet, so will man es zumindest glauben machen. Moralische Meinungsbildung war eine Domäne der Kirche (die Sozialdemokraten/Kommunisten wollten keine Korrekturen sondern diese Mach), mit den Abstieg der Kirchen kam der Aufstieg der Medien und der NGOs im Schlepptau. Ein medienkritischer Artikel aus 2011 behandelt dieses Thema, von einem Neurowissenschaftler mit russischen Wurzel und in Deutschland tätig.

    https://www.novo-argumente.com/artikel/print_novo110_102

    Nun finde ich den Artikel hoch spannend, muss aber einen ganz zentralen Punkt anders interpretieren. Während Kirchen und Politik abwechselnd Hand in Hand gingen und dann wieder erbittert um Einflusssphären kämpften, haben sich Medien und Politik bestens arrangiert. Wenn die Politik nun das “Wissen” in der Bevölkerung verändern will, z.B. CO2-Steuer oder Tabakbekämpfung so muss sich kein Politiker hinstellen und sich bei seiner Wählerschaft unbeliebt machen (da muss man die Grünen schon fast wieder loben). Dies übernehmen Medien und NGOs (den Begriff möchte ich weit fassen), denen geht es ja nicht um Stimmen sondern um die Moral, was ist gerecht, was gesund, … Die Politik beugt sich dann den öffentlichen Druck. Schlecht gemacht wäre etwa “Welser Initiative gegen Faschismus”, da Grüne Politiker federführend sind, ist die Verzahnung offensichtlich. Besser gemacht wäre:

    https://www.novo-argumente.com/artikel/marionettenvereine_gegen_alkohol

    Was sich also verändert hat. Gebt dem Kaiser was des Kaisers ist. “Der Politik das Schwert und das Geld. Den Kirchen die Moral und das Gewissen.” Dies gilt nicht mehr. Die Kirchen sind ihrer Macht verlustigt gegangen und neue Wächter haben sich gefunden. Diese neuen Wächter sind vom Kaiser abhängiger als die Kirche.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Kr%C3%BCger#Meinungsmacht_.282013.29

    Aus dem Wikieintrag: “Krüger bezieht sich auf Lutz Hachmeister mit dessen These, dass sich bei Politik, Wirtschaft und Leitmedien eine „geschlossene Gesellschaft“ herausgebildet hätte…”

    Die Befreiung von der Kirche wäre dann die Elimination der einzigen Opposition. Nun gibt es niemanden mehr, der mächtig genug wäre der Politik die Stirn zu bieten. Medien und NGOs sind eben nur vermeintliche Opposition, was man schon an Geldzuflüssen (Vereinsförderung und Werbung durch Partei und staatsnahe Betriebe) und Informationsprivilegien (Vorabinformationen, aus gut informierten Kreisen, aus Regierungskreisen, Exklusivinterviews, Geheimpapier zugespielt, hinter vorgehaltener Hand, etc.) erkenne kann. Unerwünschte Opposition wie PEGIDA, Identitäre, AfD, etc wird mit allen Mittel bekämpft.

    Der Kaiser ernennt seine Opposition und diese weiß was von ihr verlangt wird und wie schnell man verglüht.

  5. Falke

    @stiller Mitleser
    Nun, die Folgen sind gar nicht mehr so unbekannt: Beschimpfung, Ausgrenzung, gerichtliche Verurteilung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.