7 comments

  1. oberösi

    Dazu wurde auch von anderen bereits vor Jahren Erhellendes gesagt, allerdings ohne mit dem Reizwort Auschwitz ihr eigenes polemisches Süppchen zu kochen, wie es Broder nun einmal so trefflich beherrscht:
    Norman Finkelstein, Holocaust-Industry,
    Rudolf Burger, Irrtümer der Gedenkpolitik.
    Und basta.

  2. Rado

    Zu den Niederländischen Soldaten in Srebrenica gibt es schon etwas richtigzustellen:
    Die Niederländer hatten rechtzeitig einen Luftangriff auf die heranrückenden Serben angefordert. Der wurde vom der UNO in Person des Sonderbeauftragten Yasushi Akashi aber abgelehnt. Angeblich, weil ein falsches Formular verwendet worden sei. Akashi wie auch Kofi Annan blieben für dieses Verbrechen bis heute völlig unbehelligt.

  3. oberösi

    @ Rado

    Ganz richtig. Es läuft in der UNO kein Mäuslein durchs Zimmer, ohne daß die USA ihren Sanktus dazu geben würden…

  4. Der Realist

    gedenken tu ich an meine Eltern, und das nicht nur an einem bestimmten Tag, ansonsten hält sich mein Gedenkbedürfnis in Grenzen, Gedanken sind hoffentlich noch frei. Ich bin allerdings heute auch am Heldenplatz, in der Hofburg findet der Jägerball statt, die Eintrittskarten habe ich schon, bin schon neugierig, ob auch einige Pelzallergiker herumlungern.

  5. Christian Weiss

    @oberösi
    Wenn Sie ausgerechnet Norman Finkelstein als Referenz bringen, dann haben Sie wohl die Intention hinter Broders Artikel nicht verstanden. Finkelstein wirft – obwohl selbst jüdischer Herkunft – den Juden Holocaust-Bewirtschaftung vor. Er behauptet, gewisse jüdische Kreise würden sich an der Opferrolle bereichern. Broder geht es darum, dass der Holocaust-Gedenkkult einerseits den Antisemitismus nicht eindämmt und andererseits den Blick von nach wie vor bestehenden Gefahren für die jüdische Existenz ablenkt.

  6. oberösi

    @Christian Weiss

    Sie werden mir zugestehen, daß die Gefahren für die jüdische (israelische) Existenz nicht nur aus der Bedrohung durch sinsitre und unbelehrbare Antisemiten resultieren, sondern zumindest teilweise aus der ganz realen widerrechtlichen Okkupation palästinensischen Gebietes samt Vertreibung und Massakrierung der dort ansässigen Bevölkerung vor bald 70 Jahren und einer seit damals sehr erfolgreich gelebten Rolle als die eigentlichen Opfer palästinensichen Terrors.
    Die iranische Bombe, die Israel gar förchterlich bedroht, obwohl es sie noch gar nicht gibt, und die real existierenden 200 israelischen Atomsprengköpfe will ich hier gar nicht näher ausführen.

  7. Thomas Holzer

    @oberösi
    Versuchen Sie es mal, realpolitisch zu sehen 😉
    Es gab, gibt und wird immer Gruppierungen, meinetwegen auch Völker geben, welche sich als Vertriebene erachten, manche waren/sind es in realiter mehr, manche weniger.
    Die Geschichte kann man immer als Argument für jegliche Handlung anführen, zeugt aber sicherlich nicht von einem relativ “entkrampften” Zugang zu derselben.
    Südtiroler, Katalanen, Schotten, Polen, Kosaken, Tscherkessen, Tschechenen, Uiguren, Tibeter, Indianer, Eskimos/Inuit, Maori, Tutsi et al. haben Landverluste, Abtrennungen erfahren; ob dies ein Bombenwerfe ad infinitum rechtfertigt, wage ich zu bezweifeln.

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