Zum Nationalfeiertag

“…..Denn in Wien, da gibt es die Stefanie Sargnagel und den Robert Misik und den Falter und das Tatblatt und den Standard und die Futurezone und man hört FM4 und niemand rückt am Sonntag in Tracht aus, um mit dem Gewehr zur Blasmusik in die Luft zu schiessen. Wien ist wie Berlin, nur halt auf österreichisch und der Kaffee ist besser, und Wien steht für Österreich auch genau so, wie Berlin für Deutschland steht: Überhaupt nicht nämlich, und so erklärt sich auch die Vorliebe deutscher Medien für Protagonisten einer Wiener Kulturkruste, unter der man bei Wahlen öfters mal mit grossem Entsetzen feststellt, dass dort mehr die Krone als das Werk von Frau Sargnagel gelesen wird. Auch ist Österreich in seiner Gänze kein Klagenfurter Vorlesewettbewerb, sondern ein bergiges Land. Wäre es Afghanistan, würde man in Deutschland die Diversität der verschiedenen Stämme loben, aber es ist halt nur Österreich, und dass dort keine Frauen beim Ehebruch gesteinigt werden, und statt Haschisch mehr echte Heumilch produziert wird, hilft im öffentlichen Ansehen auch nicht weiter: In all den Tälern, auf dem hügeligen, flachen und bergigen Land, da haben sie jetzt den Kurz und sogar den Strache gewählt. Obwohl ihnen die Süddeutsche Zeitung deutlich gesagt hat, dass sie das nicht tun sollen….” (hier)

7 comments

  1. Lisa

    Andererseits: wenn sich ein Österreicher als Vorarlberger outet, wird ihn ein Wiener belehren, dass das ja nicht Österreich sei…

  2. namor

    Ist das Wort National-Feiertag nicht zu rechtspopulistisch? Welche Art Nation sind wir eigentlich?

    Anstatt der Fragmentierung unserer Gesellschaft mit möglichst einenden Maßnahmen zu begegnen, wird die Fragmentierung wo es nur geht gefördert.

    Aktuelle Kampagne: lauter Frauen die in höchsten Ämtern (EU) oder einflussreichen Positionen (Kunst und Kultur) tätig sind und sehr gutes Geld verdienen. Diese Menschen sollten Persönlichkeiten sein, die Verantwortung stemmen können. Aber nein, jetzt springen sie auf eine Welle auf und berichten wie schlimm ihnen seit Jahren und Jahrzehnten mitgespielt wurde. Viele nennen die Täter noch nicht einmal. Entweder strafrechtlich relevant und dann ist es ein Armutszeugnis geschwiegen zu haben oder nicht relevant, dann ist es heiße Luft.

    Die neue Sau im medialen Dorf.

    Heute BR2: eine Theatervereinigung fordert 50% Quote für Schauspielerinnen, Regisseurinnen, Schriftstellerinnen. Vor wenigen Tagen: in England will man nur noch von schwangeren Menschen reden, weil zwei Intersexuelle (oder ähnliches) schon schwanger waren. Jetzt regen sich die Feministinnen auf, weil man das Frau sein aus der Öffentlichkeit verbannt. Wie vorhergesagt zersplittern die Randgruppenkämpfer. Wenn sie in der Mehrheitsgesellschaft keinen Platz finden, finden sie auch keinen in einer Randgruppengesellschaft.

    Eine Randgruppengesellschaft, wie vom Kulturmarxismus angestrebt, braucht keinen Nationalfeiertag.

  3. Falke

    Ist ja ganz geistreich und ironisch; allerdings muss man sich fragen, wieso ein eindeutig aus Deutschland (Frankfurter Allgemeine) kommender Blog den Buchstaben “ß” nicht kennt. Angesichts der anderen grammatikalischen Fehler in dem Text könnte es aber auch sein, dass der Autor tatsächlich auf diesem Gebiet echte Defizite hat.

  4. Rennziege

    26. Oktober 2017 – 14:00 — Falke
    Don Alphonso, den ich aus Studienzeiten persönlich kenne und schätze, hat sich gegen das “?” stets gewehrt, seit er eine Zeitlang in der Schweiz radelte. O.K., seine Orthographie ist auch anderweitig a wengerl flüchtig, aber das tut seinem Stil keinen Abbruch. Er übertrifft die anderen “FAZ”-Kolumnisten an Mut, Witz (im Sinn des englischen wit) und Bildung bei weitem. Dabei fing er dort vor ~10 Jahren als simpler Blogger an. — Ich bin ja auch keine, die schüttere Rechtschreibung “geil” findet, aber die paar Typfäler seien ihm gestattet; er schreibt ja oft auch auf einem seiner geliebten Drahtesel, und die Schlaglöcher einsamer italienischer Alpenstraßen beuteln das Lenkstangerl nicht wenig.

    26. Oktober 2017 – 17:28 — raindancer
    Ich fürchte, bei Kommentaren dieser Strickart werden Sie Ihr Kärntner Dirndl demnnächst ausziehen müssen. 🙂

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