Zwangsgebühren-finanziertes Israel-Bashing

Von | 26. August 2016

“Die Tagesschau und die Tagesthemen senden einen Beitrag über den Wassermangel in der Westbank, in dem Israel an den Pranger gestellt wird und elementare journalistische Grundsätze vernachlässigt werden. Der offenkundige Unwille zur Recherche und die einseitige Auswahl der Gesprächspartner seitens des Filmautors sind dabei jedoch nicht bloß Schlamperei, sondern haben andere Ursachen. Zur Geschichte eines öffentlich-rechtlichen Skandalstücks….” (weiter hier)

16 Gedanken zu „Zwangsgebühren-finanziertes Israel-Bashing

  1. caruso

    Mich wundert das nicht. Israel-Bashing ist doch seit vielen Jahren eine der Lieblingsbeschäftigungen der meisten deutschen Medien, allen voran des Fernsehens. Eine solch einseitige, unwahre, fehlerhafte, usw., eine alles in allem unverschämte “Arbeit” wie mena-watch.org es beschreibt, kommt sogar im Fernsehen nicht so oft vor. Wahrlich eine “Glanzleistung”
    lg
    caruso

  2. Falke

    Dazu passt auch der gestrige “Kontraste”-Bericht bei ARD. Die ganz wesentlich aus Geldern der deutschen Regierung gespeiste Palästinensische Autonomiebehörde zahlt jährlich etwa 160 Mio Euro an Familien getöteter oder in Israel inhaftierer Terroristen in Form von monatlichen “Gehältern”, die bis zu 3000 Euro ausmachen können, wie etwa an die Eltern des 17-Jährigen, der kürzlich ein 13-jähriges Mädchen in der Nacht ermordet hat. Die Sprecherin des deutschen Außenministeriums – offenbar mit Migrationshintergrund – weiß allerdings offiziell nichts davon.

  3. aneagle

    Sicher kann Frau Chebli, Sprecherin für den weltweit eilig krisenlösenden Steinmeier. etwas sagen. Sie kann sogar frei zwischen ihren beiden bisher gehaltsvollsten Aussagen wählen:
    a.) Dazu kann ich ihnen nichts sagen
    b.) Da dürfen sie von mir keine Antwort erwarten

    erklärend fügt sie an, sie wäre “erst” seit 2014 Sprecherin. Alles klar? Effizient wie die palestinian authority(PA) beim Wasserrohre flicken.
    Genaugenommen, auch ihr Ministerboß schafft mit viel mehr Wortgeschwurbel nichts.
    Aber wenigsten ist er nicht aktiver Förderer von Vereinen wie “Jung, Muslimisch, Aktiv“ (JUMA)
    dafür aber bei anhaltend gleicher Leistung um vieles teurer.

  4. Thomas Holzer

    @aneagle
    Unbedarft, ungebildet, unwissend?!, unwillig, verweigernd, aber Hauptsache, Migrationshinter- und/oder Vordergrund!

  5. Gerald Steinbach

    Chebli

    Das gute für die Chebli ist ja, dass jede Kritik an ihrer Person ein Rassismus wäre, egal welchen Blödsinn sie gerade absondert oder eben nix absondert

  6. gms

    Wenn auch nicht monokausal, so doch ein wichtiger Aspekt, ist der innerjüdische Zwist um die Rolle Israels, die sich an der Konfliktlinie zwischen Zionisten und Symbolzionisten festmachen läßt.

    Erkenntnisstiftend hierfür ist das lange und hervorragende Interview [1] von Ari Shavit mit Avraham Burg. Daraus auszugsweise:
    Shavit: Dann bestätigst Du, dass Du kein Zionist mehr bist?
    Burg: Schon beim Ersten Zionistischen Kongress, siegte Herzls Zionismus über den Zionismus von Achad Ha’am. Ich denke, dass das einundzwanzigste Jahrhundert das Jahrhundert von Achad Ha’am sein sollte. Wir müssen Herzl hinter uns lassen und auf Achad Ha’am zugehen.
    [..] Shavit: Bedeutet dies, dass Du die Vorstellung eines jüdischen Staates nicht mehr akzeptabel findest?
    Burg: Es kann nicht mehr funktionieren. Den Staat Israel als einen Jüdischen Staat zu definieren, ist der Schlüssel zu seinem Ende. Ein Jüdischer Staat ist explosiv. Er ist Dynamit.
    ——
    Avraham Burg ist nicht irgendwer, er war Präsident der Knesset, Vorstand der World Zionist Organisation und der Jewish Agency. Für ihn ist Israel ein Baugerüst, das es entweder niemals hätte geben sollen oder heute, nach seiner Verwendung, wieder abzutragen ist. Unterstellt man, wonach seine Ansichten Gewicht haben und speziell von Juden in der Diaspora geteilt werden, dann sind es nicht bloß braune Ewiggestrige oder linke Gojim, die sich aus niedrigen Motiven am Staat Israel reiben,

    Auch an anderer Stelle macht Burg kein Hehl aus seinen biblisch inspirierten Vorstellungen [2]:
    Question: In the book your look at European society and its multiculturalism in admiring eyes, aren’t you a bit romantic?
    Avraham Burg: Firstly, let’s say that I am, but what’s better romantic or bummed? I don’t think we should copy Israeli discourse to the European one. I think reality has the potential to be different. If I had written there would come a day soon when the German chancellor would say Germany is opening its gates for unlimited number of refugees and the Austrian chancellor would say human rights are limitless – you would have called me an idiot. In a way the reality is more romantic than me. Europe is by far the most fascinating arena for multicultural exchange. I don’t know if it will end well – if it fails it will be a disaster, but if it succeeds, it will be phenomenal, of biblical standards.

    Sowohl Israel als auch die EU erleben einen erbitterten Kampf Links gegen Rechts, wobei, und das ist das Traurige, zumindest eine Seite das Ganze entspannt aus der Ferne betrachtet [3]:

    [1] hagalil.com/archiv/2007/07/burg.htm
    [2] i24news.tv/en/news/israel/politics/88403-151009-the-coming-days-burg-s-fight-for-israel-s-soul
    [3] hagalil.com/archiv/2007/07/burg-c.htm
    Ari Shavit: In Wahrheit bist du unübersehbar Europa zentriert. Zwar lebst du in Nataf, bist aber ganz und gar “Brüssel”. Der Prophet von Brüssel.
    Avraham Burg: Vollkommen. Vollkommen. Ich sehe die Europäische Union als eine biblische Utopie. Wie lange sie so zusammen bleibt, weiß ich nicht, aber sie erstaunt mich. Sie ist so vollkommen jüdisch.

  7. Gerald

    Rot+grün ist braun, nicht mal in der Farbenlehre entkommt man dieser Tatsache.

  8. Thomas Holzer

    Die Frau hat schon vor 5 Jahren Fragen nicht verstanden 🙂

  9. ethelred

    @ TH
    da ergänzt sie ihren Chef perfekt. Bei Steinmeiers Gestammel versteht keiner seine Antworten. Offensichtlich haben beide bei ihrem Bruder, dem schwedischen Imam, Rhetorik geübt. Aber alles besser als das Idol Bushido. 🙂

  10. stiller Mitleser

    @ gms
    In Alpbach gibt’s jeden Morgen eine geistliche Morgenbetrachtung. Außer Carla Amina Baghajati , die meint der jüdisch-muslimische Dialog “könnte noch mehr Feuer gebrauchen” nimmt auch der Rabbi einer reformierten Gemeinde daran teil.
    http://oe1.orf.at/programm/446235 download leider kostenpflichtig!
    http://www.alpbach.org/de/

  11. ethelred

    gms
    Burg ist eher sozialdemokratisch verortet, er gewichtet das nationale Element, das Herzl betonte, weit schwächer. Da weicht Burg eher auf die biblische Inspiration aus und nimmt Achad ha´am als Beispiel. Typisch für einen senior fellow des Kreisky Forums bewertet er minder, was er als Geschenk schon hat und was für gar nicht so wenige Juden(und täglich werden es mehr, in diesen Zeiten) das Sinngebende innere Konstrukt-merkmal eines jüdischen Staates ist, auch wenn sie begeisterte Europäer sind. Das nationale Rückkehrrecht, eine Möglichkeit sich der persönlichen Verfolgung zu entziehen, irgendwo zu Hause sein dürfen, ohne wenn und aber. Darunter kann sich Herr Burg, der in Jerusalem geboren wurde, weniger vorstellen, als seine politisch weiter rechts stehenden Mitbewerber.
    Wenn Sie sehr richtig schreiben
    ” Israel als auch die EU erleben einen erbitterten Kampf Links gegen Rechts” dann ist dem die Hoffnung voranzustellen, dass hier wie dort die Linke unrealistisch träumt und die Rechte eher rational pragmatisch die Dinge besorgt, die zum Überleben beider politischen Anschauungen im Staate Israel und bald auch in Europa benötigt werden. Traurig ist, dass Europa seine Gegner und seine Mitstreiter nicht erkennt. Hier offenbart sich Burgs Denkfehler, der typische Bias eines zentrierten europaschwärmerischen Theoretikers:
    Die Europäische Union keine biblische Utopie, sie ist auch weder teilweise noch vollkommen jüdisch. Die EU ist die Summe des Wirkens ihrer Politiker Diese sind charakterlich feige und herablassend überheblich(Imre Kertes). Darwinistisch betrachtet ist die EU schlichtweg strohdumm, anpassungs- und überlebensunfähig.

    OT: ob Achad Ha´am über seinen “Follower” Burg begeistert gewesen wäre, sei dahingestellt. Ginsberg heiratete eine Schneerson aus jener Familie, welche die chassidisch orthodoxe Bewegung Chabad-Lubavitch mit ihrem zu einiger Berühmtheit gelangten Rabbi Menachem Mendel Schneerson, hervorbrachte. Gemeinsam ist beiden der Hang zur Theorie. Da Ginsberg sich im späteren Leben von der Religion abwandte, kann man ihn eventuell als einen Vorläufer mit sozialdemokratischen Zügen bezeichnen. Auf jeden Fall eher als Herzl. 😉

  12. Mona Rieboldt

    ethelred
    Wenn jemand Schlafstörungen hat, sollte er sich in jedem Fall Reden von Steinmeier anhören. Ja Gestammel, leiernder Tonfall, dazu noch sein Gesicht, das vor Betroffenheit trieft, dazu redet er noch Unsinn. Er hat sich schon die richtige Sprecherin ausgesucht.

  13. Falke

    @aneagle
    @Thomas Holzer
    Bei der näselnden, schneidenden, nervtötenden Stimme, dazu völlig humorbefreit, ist es tatsächlich kein Schaden, wenn ihre Hauptaussage vorwiegend “Ich weiß nicht” ist. Möglicherweise tatsächlich auch deswegen, weil sie manche Fragen gar nicht versteht. Dass sie dafür auch noch hoch bezahlt wird, ist allerdings eine andere Sache.

  14. Christian Weiss

    Tatsächlich ist die mangelnde Wasserversorgung im Westjordanland der völligen Inkompetenz der palästinensischen Autonomiebehörde zu verdanken.
    Grossartig.
    Und warum genau soll es einen Palästinenserstaat geben, wenn schon der Probelauf gar nicht funktioniert? Haben wir nicht schon genug dysfunktionale Failed States auf dieser Welt, die letztlich nur Urheber von Flüchtlingsströmen, Gewalt und Terror sind?

    Ich sag es offen: Ich bin gegen eine Zweistaatenlösung. Die Palästinenser sollen sich entweder mit dem Staat Israel arrangieren, sich integrieren und dessen Bürgerrecht erwerben, oder sie sollen auf Wohlstand, Zivilisation und Menschenrechte verzichten und in einen der vielen arabischen Staaten auswandern.

    Und wenn Multikulti so toll ist, wie die Linken behaupten, dann sollten sich die auch dafür einsetzen, dass viel mehr jüdische Siedler sich im Westjordanland niederlassen. Bei uns heisst es auch immer, Zuwanderung sei in jedem Fall ein Gewinn.

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